LOOS & PARTNER Unternehmensberatung

Anforderungen der Bankenkommunikation aus Sicht des Risikomanagement

Aufgrund dieser allgemeinen Meinung hat Loos & Partner einige Gespräche mit den Risikomanagern namhafter Kreditinstituten geführt. Auch wenn es unterschiedliche Finanzierungsphasen in einem Unternehmen gibt (Gründung, Wachstum, Konsolidierung, Sanierung), können wir trotzdem folgende, allgemeine Empfehlungen für eine erfolgreiche Bankenkommunikation abgeben:

1. Professionelle Unterlagen (Zahlen, Fakten, Daten):
Bei einem Kreditantrag bzw. bei einem Wunsch nach weiteren Geldmittel sind folgende Unterlagen zwingend notwendig: aktuelle Bilanzen, Saldenlisten und Vermögensübersichten, aktuelle OP-Listen (Kreditoren/Debitoren). Zusätzlich wären ein Investitions- und Liquiditätsplan sowie realistische Absatz- und Auftragskennzahlen wünschenswert. Achten Sie vor allem auf die Aktualität der Unterlagen!

2. Hintergrundinformationen:
Nachdem der Banker kein Fachmann in der Branche des Unternehmens ist, empfehlen wir die Vorlage von aktuellen Markt-, Branchen- und Wettbewerbsanalysen. Die zeigt, dass sich das Unternehmen mit dem Markt aktiv auseinander setzt und wirkt vertrauensfördernd.

3. Verhaltensregeln:
Auch wenn es nirgends geschrieben wird, so werden folgende Grundsätze von den Banken erwartet: Offenheit, Ehrlichkeit, Transparenz, Aktualität, Kontinuität, Vergleichbarkeit, „Zahlen“ statt „Worte“, ordentliches Auftreten (Sauberkeit, Kleidung, Ordnung)

4. no go´s:
Folgende Fehler werden leider in der Bankenkommunikation immer wieder gemacht und führen nur zu unnötigen Problemen:

  • Verschweigen von Missständen
  • „Überrumpeln“ der Bank
  • „Drohen“ mit Konkurs
  • Unrealistische Umsatzerwartungen
  • Unterschiedlicher Informationsstand von Unternehmer und Finanzierer

Letztendlich muss sich jeder die Frage stellen: „Würde ich mir selbst in dieser Situation Geld leihen?“