LOOS & PARTNER Unternehmensberatung

Die Fortführungsprognose in der Praxis

Eine Fortführungsprognose ist erforderlich, sobald sich in einem Unternehmen erste Liquiditätsengpässe abzeichnen oder wenn in den letzten Jahren ein oder mehrere negative Betriebsergebnisse erwirtschaftet wurden. Die zentrale Frage ist, ob das Unternehmen in Zukunft zahlungsfähig bleibt oder ob der/die Unternehmer/in Insolvenz beantragen muss.

Voraussetzungen für den Erfolg

Wichtig für die Fortführungsprognose ist, dass das Unternehmen noch nicht wesentlich verschuldet ist und eine Sanierung ohne Schuldennachlass möglich ist. Am Anfang jeder Fortführungsprognose steht die Aufbereitung und Aufarbeitung von Mehrjahressaldenlisten und Abschlüssen der letzten Jahre. Die Qualität der Daten über den Ist-Zustand ist entscheidend. Und wie hoch diese Qualität ist, hängt von der Unternehmensleitung ab. Die Initiative des/der Unternehmer/in ist auch bei der realistischen Umsatzplanung gefragt: Wenn es um die Existenz geht, ist eine„Kuschel-Strategie“ fehl am Platz, denn es müssen auch schmerzliche Entscheidungen getroffen werden. Auch das Verhalten innerhalb des Unternehmens und andere „Softfacts“ spielen eine wichtige Rolle.

 

Zusammenfassend sind folgende Punkte für eine erfolgreiche Fortführungsprognose unerlässlich:

a) Aufbereitung von Mehrjahressaldenlisten und Abschlüssen der letzten Jahre als Grundlage für die Prognose

b) Realistische Umsatzplanung inklusive Personalplanung

c) Berücksichtigung von „Softfacts“ (wie das Verhalten oder die Stimmung im Unternehmen)

d) Kennzahlenbenchmark der Branche

Eine laufende Kontrolle durch Monats-GUVs, Monats-Bilanzen und Monats-Kapitalflussrechnungen wird gewährleistet, wenn die Prognose auf Monatsbasis angelegt ist.