LOOS & PARTNER Unternehmensberatung

Nachfolgeregelung mittels Firmenverkauf - Wie verkaufe ich meine Firma?

Möchte ein/e Unternehmer/in die eigene Firma verkaufen, sollte sie/er sich über wichtige Fragen im Klaren sein, bevor sie/er auf die Suche nach dem richtigen Käufer/in macht: Verkauft man Mehrheits- oder Minderheitsanteile von der Firma? Bleibt man in der Firma selbst noch tätig oder scheidet man aus dem Unternehmen aus? Wann soll der Verkauf passieren? Wie hoch sind die Preisvorstellungen?

Der erfahrene Unternehmensberater Dr. Herbert Loos meint dazu: „Konkret kann ich bei der Suche des Betriebsnachfolgers (Käufern) das „Zwiebelmodell“ empfehlen. Das heißt, man bewegt sich – wie bei den Zwiebelschichten – von innen nach außen, Schicht für Schicht. Folgende Varianten des Firmenverkaufes gibt es:

a) Die innerfamiliäre Lösung: Verkauf des Unternehmens innerhalb der eigenen Familie

b) Management buy out (MBO) / Management buy in (MBI): Dabei handelt es sich um den Verkauf an einen besonders qualifizierte/n Manager/in, der/die beim MBO bereits im Unternehmen tätig ist. Bei der Höhe des Kaufpreises und bei der Finanzierung müssen meist Abstriche gemacht werden.

c) Lieferanten / Kunden:  Vorsicht ist bei Verkaufsangebote an Lieferanten oder Kunden geboten: Der Lieferant könnte verunsichert sein bzw. der Kunden sieht, wie viel der/die Unternehmer/in mit ihm verdienen. Eine weitere Zusammenarbeit könnte, im Falle des Scheiterns, leiden.

d) Marktbegleiter und Mitbewerber: Diese Gruppe hat meist Interesse. Und wenn es nur darum geht, mehr Informationen über die zu verkaufende Firma zu erhalten. Aber Achtung, es muss der/der Verkäufer/in bewusst sein, dass im Falle eines Scheiterns, die Firma geschwächt werden könnte.

e) Finanzinvestoren: „private equity“-Gesellschaften haben tendenziell Interesse an größeren Gesellschaften (> 30 Mio. € Jahresumsatz) und planen in den meisten Fällen ihrerseits einen Weiterverkauf (exit) nach 3 – 5 Jahren.