URSACHEN FÜR UNTERNEHMENSKRISEN

Die Experten Emmrich & Doll haben in einer Studie verschiedene Insolvenzfälle in Deutschland untersucht, um die Ursachen für Unternehmenskrisen näher zu definieren.

Grundsätzlich werden Unternehmenskrisen in überbetriebliche (Wirtschafts-, Sozial-, Umweltpolitik sowie volkswirtschaftliche Entwicklung), zwischenbetriebliche (Wettbewerbssituation und Profitabilität der Branche) und innerbetriebliche (Managementfehler) Krisen unterschieden.

Emmrich & Doll haben in ihrer Studie 52 Insolvenzfälle in Deutschland untersucht. Alle Unternehmen wurden von Inhabern geführt und hatten einen Umsatz von mind. 15 Mio. Euro pro Jahr. Sie stellten fest, dass die Mehrzahl der Insolvenzen auf nachhaltige innerbetriebliche bzw. strategische Schwächen zurückzuführen war.

Auswirkungen der Managementfehler:

  • nicht mehr finanzierbare operative Verluste in 73 % der Fälle

  • eine Überschuldung in 65 % der Fälle

Diese strategischen Schwächen zeigen sich in Geschäftsstruktur und Marktposition:

  • 81 % des Umsatzes wurde im Durchschnitt in einem Geschäftsfeld erzielt

  • 60 % der untersuchten Unternehmen waren überhaupt nur in einem Geschäftsfeld tätig

  • nur 45 % der analysierten Unternehmen waren in einem wesentlichen Geschäftsfeld Marktführer

  • nahezu alle Unternehmen waren hingegen in mindestens einem Geschäftsfeld „Mitläufer“

EMMRICH, VOLKHARD ; DOLL, RAINER: Risikomanagement in Krisensituationen. In: Controlling und Management Bd. 48, Nr. 3, S. 52–59

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